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Subunternehmer oder Festanstellung: Was sich für Handwerksbetriebe wirklich lohnt

Subunternehmer vs. Festanstellung: Konkrete Kostenvergleiche und Handlungsschritte für deine Personalentscheidung. Mit echten Zahlen.

Veröffentlicht am 2026-06-03

Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Die echten Kosten einer Festanstellung – nicht das, was du denkst
  2. 2.Was kostet dir ein Subunternehmer wirklich?
  3. 3.Wann lohnt sich welche Lösung? Die 3 entscheidenden Faktoren
  4. 4.Die 5-Schritte-Entscheidungshilfe für dich
  5. 5.Die unbequeme Wahrheit
Du sitzt in deinem Büro und fragst dich: Soll ich den erfahrenen Elektriker fest anstellen oder lieber als Subunternehmer buchen? Diese Entscheidung kostet dich nicht nur Zeit – sie kostet dich bares Geld. Und oft die falsche Richtung.

Das Blöde: Es gibt keine pauschale Antwort. Aber es gibt konkrete Zahlen, mit denen du die richtige Entscheidung für deinen Betrieb triffst.

Die echten Kosten einer Festanstellung – nicht das, was du denkst

Lass mich ehrlich sein: Viele Betriebsinhaber rechnen nur das Brutto-Gehalt zusammen und denken, das wars. Das ist Unsinn.

Eine vollzeitangestellte Fachkraft kostet dich im Durchschnitt in Deutschland etwa 35-40% mehr als das gezahlte Gehalt. Warum?

  • Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung: ca. 20%
  • Berufsgenossenschaft und Unfallversicherung: 3-6% (je nach Handwerk)
  • Urlaubsanspruch (30 Tage): ca. 6-7% des Jahresbudgets
  • Krankheitsausfallrisiko: durchschnittlich 12-15 Tage/Jahr
  • Fortbildung und Weiterbildung: 2-4% des Jahresbudgets (wenn du es richtig machst)
  • Arbeitsmittel, Fahrzeugnutzung, Verwaltungsaufwand: ca. 5-8%
Beispielrechnung: Dein Elektriker soll 2.800 Euro brutto verdienen. Das kostet dich real:
  • 2.800 Euro Gehalt
  • + 560 Euro Arbeitgeberanteil (20%)
  • + 140 Euro BG/Versicherung
  • + 350 Euro Urlaub
  • + 250 Euro Krankheit
  • + 150 Euro Fortbildung/Verwaltung
  • = ca. 4.250 Euro monatlich (50 Monate/Jahr gerechnet = 212.500 Euro/Jahr)
Das ist realistisch. Nicht weniger.

Was kostet dir ein Subunternehmer wirklich?

Hier wird es interessant. Ein freier Elektriker rechnet dir typischerweise einen Stundensatz von 45-65 Euro (je nach Region und Spezialisierung) – oder er rechnet direkt pro Auftrag ab.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Du zahlst nur für tatsächlich geleistete Stunden
  • Keine Lohnnebenkosten, keine Sozialversicherung, keine BG
  • Keine Bezahlung bei Krankheit oder Urlaub
  • Flexibilität: Viel Arbeit? Mehr Subunternehmer buchen. Wenig Arbeit? Du sparst.
Aber Achtung: Der Stundensatz ist nicht die ganze Wahrheit.

Ein guter Subunternehmer braucht:

  • Einarbeitungszeit (ca. 10-15% Produktivitätsverlust beim ersten Projekt)
  • Abstimmungsaufwand (deine Zeit kostet auch etwas)
  • Mögliche Nacharbeiten (wenn der Fit nicht passt)
  • Qualitätskontrolle (du trägst die Verantwortung)
Rechne mit 1,5x des reinen Stundensatzes als echte Kosten, wenn du alles miteinkalkulierst.

Wann lohnt sich welche Lösung? Die 3 entscheidenden Faktoren

1. Auslastung: Hast du durchgehend Arbeit für eine volle Stelle?

Du brauchst einen Subunternehmer, wenn:

  • Deine Auftragslage schwankt (unter 70% konstante Auslastung)
  • Du Spitzen abfedern möchtest, ohne fest zu zahlen
  • Du spezielle Skills nur für einzelne Projekte brauchst
Du brauchst eine Festanstellung, wenn:
  • Du mindestens 85% Auslastung das ganze Jahr hast
  • Du strategisch wachsen willst und jemanden brauchst, der mitdenkt
  • Der Handwerksteil nur 60-70% der Zeit ausmacht – der Rest ist Beratung, Kundenkommunikation, Qualitätssicherung
2. Abhängigkeit: Wie sehr brauchst DU diese Person?

Ist diese Person dein Verkaufsargument? Bist du von ihrer Reputation abhängig? Dann: Festanstellung. Du brauchst Loyalität und Kontinuität.

Brauchst du "eine Fachkraft" – egal welche? Dann: Subunternehmer. Austauschbarkeit ist dein Vorteil.

3. Unternehmenskultur: Willst du ein echtes Team?

Das ist der emotionale, aber wichtige Faktor. Mit Festangestellten baust du ein Team. Das kostet mehr, aber:

  • Qualität steigt über Zeit (der Mitarbeiter kennt deine Standards)
  • Mitarbeiter werben andere an
  • Du hast weniger Fluktuation
  • Du kannst langfristig planen
Mit Subunternehmern sparst du Geld – aber du musst ständig neu einarbeiten.

Die 5-Schritte-Entscheidungshilfe für dich

Schritt 1: Analyse deine letzten 12 Monate Auftragslage

  • Wieviel Arbeit hättest du für eine Vollzeitstelle gehabt?
  • War es konstant oder schwankend?
Schritt 2: Berechne deine echten Kosten (nicht nur Gehalt!)
  • Nutze die 1,35-1,40er-Quote für Festanstellung
  • Nutze die 1,5er-Quote für Subunternehmer
Schritt 3: Prüfe die Rentabilität pro Auftrag
  • Verdienst du mit den zusätzlichen Ressourcen mehr?
  • Oder verschlechtert sich deine Marge?
Schritt 4: Definiere die Rolle klar
  • Soll die Person nur ausführen oder auch mitdenken?
  • Soll sie Kunden akquirieren oder nur abarbeiten?
Schritt 5: Starten im Hybrid-Modell
  • Keine Entscheidung muss für ewig sein
  • Probier einen Subunternehmer 2-3 Monate
  • Dann kannst du immer noch zur Festanstellung wechseln

Die unbequeme Wahrheit

Viele Betriebe treffen diese Entscheidung emotional, nicht rational. "Ich will ein Team haben" – schön. Aber wenn die Auftragslage es nicht hergibt, sparst du dir damit nur Stress.

Andersherum: Manche Chefs sparen um jeden Preis und wundern sich, warum ihre Qualität sinkt und Kunden abwandern. Mit Subunternehmern verlierst du Kontrolle.

Die richtige Antwort ist: Misch es. Dein Kern-Team in Festanstellung (die, die wirklich unverzichtbar sind), und Subunternehmer für Spitzen und Spezialprojekte.

Das ist nicht nur billiger – es ist auch flexibler.

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Jetzt zur ehrlichen Frage: Wenn du nicht weißt, ob deine Auftragslage überhaupt für mehr Personal reicht – dann ist das erste Problem nicht die Personalie, sondern deine Sichtbarkeit online.

Viele Handwerksbetriebe könnten 20-30% mehr Aufträge verarbeiten – sie kriegen sie nur nicht. Das ist leicht zu beheben.

Bei [handwerk-wird-gefunden.de](https://www.handwerk-wird-gefunden.de) helfen wir dir, mehr Anfragen zu kriegen. Dann stellt sich die Frage nach Festanstellung oder Subunternehmer gar nicht – weil du die Antwort brauchst.

Schreib uns eine kurze Nachricht oder ruf an. Wir schauen, wo deine echten Hebel sind.

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