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Online-Marketing selbst machen oder outsourcen: Was lohnt sich für Handwerker?

Marketing outsourcen Handwerker: Wann sich eine Agentur lohnt und wann du es selbst machen kannst. Ehrlicher Vergleich mit Kosten und Zeitaufwand.

Veröffentlicht am 2026-06-03

Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was du beim Marketing realistisch selbst stemmen kannst
  2. 2.Wo es ohne Profi wirklich schwierig wird
  3. 3.Die ehrliche Rechnung: Zeit gegen Geld
  4. 4.Die Mischform: Das Beste aus beiden Welten
  5. 5.Woran du eine gute Agentur erkennst
  6. 6.Mein Fazit für dich

Online-Marketing selbst machen oder outsourcen: Was lohnt sich für Handwerker?

Du sitzt abends um halb zehn am Küchentisch, der Laptop läuft, und du fragst dich, ob du jetzt noch schnell den Google-Eintrag aktualisierst oder ob das nicht eigentlich jemand anderes machen sollte. Kennst du das? Dann bist du nicht allein.

Die Frage „selbst machen oder marketing outsourcen Handwerker" beschäftigt fast jeden Betriebsinhaber irgendwann. Und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt drauf an. Aber keine Sorge – ich gebe dir hier kein schwammiges „Berater-Sowohl-als-auch", sondern eine klare Entscheidungshilfe.

Was du beim Marketing realistisch selbst stemmen kannst

Fangen wir mit dem an, was du tatsächlich ohne Agentur hinbekommst. Denn nicht jede Aufgabe braucht einen Profi.

Das geht gut selbst:

  • Google Business Profil pflegen: Öffnungszeiten, Fotos von abgeschlossenen Projekten, Antworten auf Bewertungen. Das kostet dich vielleicht 20 Minuten pro Woche.
  • Bewertungen einsammeln: Nach jedem Auftrag den Kunden freundlich um eine Google-Bewertung bitten. Niemand kann das besser als du selbst.
  • Einfache Social-Media-Posts: Ein Vorher-Nachher-Foto vom letzten Bad, ein kurzer Text dazu. Authentisch schlägt hochglanz.
Diese Dinge haben einen riesigen Vorteil: Du kennst deinen Betrieb, deine Kunden und deine Projekte besser als jede Agentur. Wenn du bereit bist, dir 1-2 Stunden pro Woche zu nehmen, kommst du hier schon weit.

Das Problem ist nur: Genau diese Stunden hast du selten. Und genau hier wird es spannend.

Wo es ohne Profi wirklich schwierig wird

Es gibt Bereiche im Online-Marketing, bei denen Selbermachen nicht nur ineffizient ist, sondern dich aktiv Geld kosten kann.

Hier solltest du Marketing outsourcen – Handwerker unterschätzen den Aufwand oft massiv:

  • Eine vernünftige Website bauen: Eine Website, die auf dem Handy funktioniert, schnell lädt und bei Google gefunden wird, ist kein Wochenendprojekt. Hier reicht ein Homepage-Baukasten meist nicht aus.
  • Google Ads schalten: Wenn du ohne Erfahrung Anzeigen schaltest, verbrennst du in zwei Wochen 800 Euro für Klicks von Leuten, die nie anrufen. Das ist kein Spaß.
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): Damit du bei „Dachdecker + deine Stadt" auf Seite 1 landest, braucht es Know-how, Geduld und kontinuierliche Arbeit über Monate.
Der Punkt ist: Bei diesen Themen geht es nicht nur um Zeit, sondern um Fachwissen, das du dir mühsam aneignen müsstest. Wenn du tiefer verstehen willst, welche Marketing-Maßnahmen für deinen Betrieb überhaupt Sinn ergeben, lies den Beitrag [Online Marketing für Handwerker: Was wirklich funktioniert und was du weglassen kannst](https://www.handwerk-wird-gefunden.de/praxistipps/online-marketing-handwerker-leitfaden) – das gibt dir den nötigen Überblick, bevor du entscheidest.

Die ehrliche Rechnung: Zeit gegen Geld

Lass uns konkret werden. Viele Handwerker denken: „Ich spare Geld, wenn ich es selbst mache." Das stimmt aber nur auf den ersten Blick.

Rechne mal nach:

  • Dein Stundensatz als Meister liegt bei – sagen wir – 60 bis 80 Euro.
  • Für eine ordentliche Website brauchst du als Anfänger schnell 30-40 Stunden (lernen, basteln, verzweifeln, neu machen).
  • Das sind rechnerisch 2.000 bis 3.000 Euro deiner Arbeitszeit.
Und am Ende hast du eine Website, die wahrscheinlich nicht so gut funktioniert wie eine professionelle. In dieser Zeit hättest du Aufträge abarbeiten können, die dir echtes Geld bringen.

Wenn du dagegen das Marketing outsourcen willst, zahlst du zwar einen festen Betrag an die Agentur – aber du gewinnst deine produktive Zeit zurück. Die entscheidende Frage ist also nicht „Was kostet die Agentur?", sondern „Was kostet es mich, es selbst zu machen – inklusive meiner verlorenen Arbeitszeit?"

Die Mischform: Das Beste aus beiden Welten

Hier kommt die Lösung, die für die meisten Handwerksbetriebe am sinnvollsten ist: die Aufteilung.

Du musst nicht alles outsourcen und auch nicht alles selbst machen. Eine clevere Arbeitsteilung sieht so aus:

Du übernimmst:

  • Fotos von deinen Baustellen machen
  • Kunden um Bewertungen bitten
  • Inhaltliche Themen liefern (was du anbietest, was deine Stärken sind)
Die Agentur übernimmt:
  • Technische Website-Pflege und SEO
  • Google Ads aufsetzen und überwachen
  • Strategie und regelmäßige Auswertung
So nutzt du dein Insider-Wissen über deinen Betrieb, gibst aber die technischen und zeitfressenden Aufgaben ab. Das ist meist deutlich günstiger, als alles komplett auszulagern – und effektiver, als alles allein zu stemmen.

Woran du eine gute Agentur erkennst

Wenn du dich entscheidest, das Marketing outsourcen zu lassen, ist die Wahl der richtigen Agentur entscheidend. Denn es gibt leider viele schwarze Schafe, die Handwerkern teure Pakete verkaufen, die nichts bringen.

Achte auf diese Punkte:

  • Verständnis fürs Handwerk: Eine Agentur, die schon mit Dachdeckern, Elektrikern oder SHK-Betrieben gearbeitet hat, kennt deine Zielgruppe.
  • Transparente Preise: Keine Knebelverträge über 24 Monate, keine versteckten Kosten. Du musst verstehen, wofür du zahlst.
  • Messbare Ziele: Eine gute Agentur spricht über Anfragen und Aufträge – nicht nur über „Reichweite" und „Likes".
  • Ehrliche Beratung: Wenn dir jemand verspricht, dich in einer Woche auf Platz 1 bei Google zu bringen, lauf weg. Seriöses Marketing braucht Zeit.
Stell ruhig kritische Fragen. Eine vertrauenswürdige Agentur hat darauf gute Antworten und nimmt dir die Unsicherheit, statt dich mit Fachbegriffen zu überrumpeln.

Mein Fazit für dich

Ob du dein Marketing selbst machst oder outsourcen solltest, hängt von drei Dingen ab: deiner verfügbaren Zeit, deinem technischen Interesse und deinem Budget.

  • Hast du viel Zeit, aber wenig Geld und macht dir Technik Spaß? Dann fang selbst an – mit den einfachen Dingen.
  • Hast du wenig Zeit, aber volle Auftragsbücher? Dann lohnt es sich fast immer, das Marketing outsourcen zu lassen, damit du dich auf dein Kerngeschäft konzentrieren kannst.
  • Bist du irgendwo dazwischen? Dann ist die Mischform dein Weg.
Die wichtigste Erkenntnis: Gar nichts zu tun ist die schlechteste aller Optionen. Deine Kunden suchen online nach dir – die Frage ist nur, ob sie dich finden oder deinen Wettbewerber.

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