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Aufträge finden als Handwerker: Warum Portale allein nicht reichen – und was du stattdessen tust

MyHammer, Blauarbeit & Co. versprechen viel – liefern aber oft wenig. Erfahre, was wirklich funktioniert, um als Handwerker neue Aufträge zu gewinnen.

Veröffentlicht am 2026-08-03

Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was Handwerkerportale wirklich kosten – und was sie liefern
  2. 2.Warum 70 % aller Aufträge bei Google beginnen – und nicht auf Portalen
  3. 3.Was ein Betrieb konkret gemacht hat – und was es gebracht hat
  4. 4.Was du ab dieser Woche anders machen kannst
  5. 5.Der Unterschied zwischen Sichtbarkeit, die dich kostet, und Sichtbarkeit, die für dich arbeitet
Weiterführend: Mehr Aufträge als Handwerker: Kompletter Leitfaden 2026

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Früher reichte Mundpropaganda. Heute entscheidet Google.

Das klingt hart – ist aber die Realität für die meisten Handwerksbetriebe in Deutschland. Wer heute als Elektriker, Maler oder Sanitärbetrieb neue Kunden gewinnen will, kommt an einer Frage nicht vorbei: Wo finden mich Interessenten, wenn sie gerade jetzt jemanden brauchen?

Viele Betriebe landen dabei bei denselben Portalen. MyHammer. Blauarbeit. Aroundhome. Die Versprechen klingen gut. Die Realität sieht oft anders aus.

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Was Handwerkerportale wirklich kosten – und was sie liefern

Lass uns ehrlich sein. Portale wie MyHammer oder Aroundhome sind keine Wohltätigkeitsorganisationen. Ihr Geschäftsmodell lebt davon, dass du für Kontakte zahlst – unabhängig davon, ob ein Auftrag daraus wird oder nicht.

Konkret bedeutet das:

  • Du kaufst Leads, keine Aufträge.
  • Dieselbe Anfrage wird häufig an mehrere Betriebe gleichzeitig verkauft.
  • Du konkurrierst sofort über den Preis, weil der Interessent drei Angebote auf einen Schlag bekommt.
  • Die Marge, die du im Auftrag hast, schrumpft – weil du den Lead-Preis einkalkulieren musst.
Aroundhome zum Beispiel ist dafür bekannt, Leads an bis zu fünf Handwerker gleichzeitig weiterzugeben. Du zahlst für den Kontakt, bist aber trotzdem einer von fünf. Was glaubst du, wie diese Situation endet? Richtig: mit einem Preiskampf, den du nicht gewinnen willst.

Das bedeutet nicht, dass Portale grundsätzlich nutzlos sind. Für einzelne Betriebe und bestimmte Gewerke können sie als kurzfristiger Kanal funktionieren. Aber als einzige Strategie? Das ist ein teures Fundament.

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Warum 70 % aller Aufträge bei Google beginnen – und nicht auf Portalen

Hier ist die entscheidende Zahl: 70 % aller Handwerkersuchen starten direkt bei Google. Nicht bei MyHammer. Nicht bei Blauarbeit. Bei Google.

Das heißt: Wenn jemand in deiner Stadt einen Dachdecker, einen Heizungsinstallateur oder einen Fliesenleger sucht, tippt er das in die Google-Suchleiste. Was er dann sieht, ist das Google-Business-Profil der Betriebe, die dort gut aufgestellt sind.

Ein gepflegtes Google-Business-Profil kostet dich keinen einzigen Euro an Werbebudget. Es ist der direkteste Weg, gefunden zu werden – von Menschen, die jetzt, in diesem Moment, jemanden wie dich suchen.

Und seit Mai 2026 gilt das noch stärker: Google zieht Social-Media-Posts aus Facebook, Instagram und LinkedIn automatisch ins Business-Profil. Wer dort aktiv postet, taucht auf der lokalen Suchergebnisseite prominenter auf – direkt neben Bewertungen und Fotos, noch bevor ein Interessent auf deine Website klickt. Wer nicht postet, verliert sichtbar Boden gegenüber Wettbewerbern, die es tun.

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Was ein Betrieb konkret gemacht hat – und was es gebracht hat

Ein Sanitärbetrieb aus dem Rhein-Main-Gebiet, zehn Mitarbeiter, solide ausgelastet – aber immer wieder Lücken im Herbst und Winter. Der Inhaber hatte einen MyHammer-Account, bezahlte monatlich für Leads, gewann daraus selten einen Auftrag mit vernünftiger Marge.

Er hat die Strategie geändert. Kein großes Budget, keine Agentur, kein Werbeaufwand. Stattdessen drei Dinge:

Erstens: Er hat sein Google-Business-Profil vollständig ausgefüllt – Öffnungszeiten, Leistungen, aktuelle Fotos von abgeschlossenen Projekten. Einmal die Woche ein kurzer Post mit einem Foto aus dem Betriebsalltag.

Zweitens: Er hat nach jedem abgeschlossenen Auftrag aktiv nach einer Google-Bewertung gefragt. Nicht per Massenmail, sondern persönlich – per WhatsApp, direkt nach dem Abschluss, mit einem kurzen Link. Mehr als 90 % der Verbraucher lesen Bewertungen, bevor sie einen lokalen Betrieb beauftragen. Diese Zahl erklärt alles.

Drittens: Er hat seine Reaktionszeit auf Anfragen konsequent unter zwei Stunden gedrückt. Nicht weil er immer erreichbar sein musste, sondern weil er ein einfaches System eingeführt hat: Anfragen per WhatsApp Business, kurze Bestätigung, Rückruf am gleichen Tag.

Das Ergebnis nach vier Monaten: 30 % mehr Aufträge. Ohne einen einzigen Cent für Werbung.

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Was du ab dieser Woche anders machen kannst

Die gute Nachricht: Du musst nicht alles auf einmal umstellen. Fang mit dem an, was den größten Hebel hat.

Google-Business-Profil aktivieren und pflegen. Falls du noch keines hast oder es seit Monaten nicht angefasst hast: Das ist dein erster Schritt. Vollständige Angaben, aktuelle Fotos, Öffnungszeiten stimmen – das dauert keine zwei Stunden.

Bewertungen systematisch einsammeln. Nicht einmal im Jahr, sondern nach jedem Auftrag. Bitte aktiv darum. Der Moment direkt nach dem Abschluss ist der beste Zeitpunkt – der Kunde ist zufrieden, die Erinnerung ist frisch. Ein kurzer Satz und ein Link reichen aus.

Social Media mit Google verknüpfen. Seit dem Rollout im Mai 2026 werden Posts aus deinen sozialen Kanälen direkt in deinem Google-Business-Profil angezeigt. Das bedeutet: Ein Foto, das du auf Instagram postest, kann bei der nächsten lokalen Suche nach deinem Gewerk auftauchen. Nutze das.

Reaktionszeit verkürzen. Wer zuerst antwortet, bekommt den Auftrag. Das gilt besonders für Privatkunden, die gleichzeitig mehrere Betriebe anfragen. Zwei Stunden sind das Maximum, innerhalb dessen du antworten solltest.

Portale nicht komplett streichen – aber einordnen. Wenn du MyHammer oder Aroundhome nutzt, mach die Rechnung ehrlich: Was kostet dich ein Lead? Wie viele davon werden zu Aufträgen? Wie hoch ist die Marge? Wenn die Zahlen nicht stimmen, ist das kein Versagen – sondern Information.

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Der Unterschied zwischen Sichtbarkeit, die dich kostet, und Sichtbarkeit, die für dich arbeitet

Portale verkaufen dir kurzfristige Reichweite. Du bezahlst, du kriegst Kontakte, du hörst auf zu zahlen, die Kontakte hören auf. Das ist kein Aufbau, das ist ein laufender Kostenfaktor.

Ein gepflegtes Google-Business-Profil, echte Bewertungen und ein aktiver Social-Media-Auftritt arbeiten für dich – auch wenn du gerade auf einer Baustelle bist und dein Handy nicht anschaust. Das ist der Unterschied zwischen einer Strategie, die dich abhängig macht, und einer, die dir gehört.

Weiterführend: Google Bewertungen Handwerker: Mehr Sterne, mehr Aufträge

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